Weniger Pflegebürokratie: Vorschläge an Ombudsfrau übergeben

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bundestagsabgeordneten Jens Spahn, Stephan Stracke und Willi Zylajew übergaben im Namen der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Vorschläge zum Bürokratieabbau in der Pflege an Elisabeth Beikirch, Ombudsfrau im Bundesgesundheitsministerium für den Abbau von überflüssiger Bürokratie im Zuge der Pflegereform. Die Arbeitsgruppe hatte Pflegerinnen und Pfleger aufgerufen, ihre konkreten Vorschläge aus dem Pflegealltag über die Homepage www.wenigerpflegebuerokratie.de einzubringen.

„Im Mittelpunkt der Pflege müssen die zu Pflegenden stehen. Wenn wir durch den Abbau von Bürokratie dazu beitragen können, dass Pflegerinnen und Pfleger mehr Zeit für die ihnen anvertrauten Menschen haben, dann sollten wir das tun“, sagte Spahn, Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit. Um das möglichst konkret machen zu können, habe man sich dazu entschlossen, direkt bei den Betroffenen nachzufragen. „Das Ergebnis sind zahlreiche Vorschläge für Verbesserungsmöglichkeiten, die wir heute an Sie übergeben. Wir müssen uns gemeinsam anschauen, welche davon wir umsetzen können. Unser Ziel ist die Verbesserung der Situation des Pflegebedürftigen“, stellte Zylajew in seiner Zuständigkeit als Pflegepolitiker heraus. Die Vorschläge sprechen eine deutliche Sprache: Bemängelt werden Doppeldokumentationen, uneinheitliche Vorgaben des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen bzw. der Heimaufsicht. Die Pflegerinnen und Pfleger müssten sich auf einheitliche Vorgaben und Standards verlassen können – sonst ginge zu viel Zeit für die Vorbereitung auf die einzelnen Prüfungen verloren. „Viele einzelne Vorschläge zur Medikamenten- und Hilfsmittelverordnung, zur Verbesserung der Verhinderungspflege, zur Vertragsstruktur bei Aufnahme eines Patienten und zu Hygienemaßnahmen werden genau zu prüfen sein“, sagte Stracke. Beikirch bedankte sich für die Unterstützung ihrer Arbeit: „Ich stehe im permanenten Gespräch mit Beschäftigten von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Ihre Initiative zeigt, wie wichtig das Thema ist und dass Sie die Arbeit vor Ort wertschätzen.“ Spahn betonte, dass dieser Weg gemeinsam weitergegangen werden müsse. „Wir können abseits von immer wieder neuen Geldleistungen schon viel erreichen für die Pflegebedürftigen, deren Angehörige und die Pflegerinnen und Pfleger. Deshalb bleiben wir bei dem Thema am Ball und schauen uns an, was wir umsetzen können.“

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